Wir möchten Sie darauf hinweisen, dass es in Deutschland derzeit zu vermehrten Vorfällen von Internet-Betrügern kommt, bei denen vermeintliche E-Mails von Kanzleimitarbeitern oder Rechtsanwälten verschickt werden.

Hierbei handelt es sich um sogenannte Phishing-Mails. Der Begriff Phishing (von „fishing“, engl. „angeln“) beschreibt den Versuch, an persönliche Daten eines Internetusers zu gelangen. Dabei erstellen die Betrüger z. B. gefälschte Webseiten, gefälschte E-Mails oder Posts und fordern damit den Nutzer dazu auf, in ein entsprechendes Formular Login-Daten oder Zugangsdaten (z. B. für den Online-Banking-Zugang, Passwörter für eBay-Konten etc.) einzugeben.

Ihre Identität wird dann dazu genutzt, um beispielsweise Überweisungen zu tätigen, bei Versandhäusern oder Online-Händlern auf Ihren Namen Waren zu bestellen oder zu verkaufen.

Die Inhalte dieser E-Mails verweisen auf angebliche Rechnungen im Anhang oder auf Dokumente, die per Linkklick heruntergeladen werden sollen. 

Bitte klicken Sie nicht auf derartige Anhänge oder Links, da diese vermutlich Schadsoftware enthalten und Ihr Computer-System befallen können. 

Wie erkenne ich diese Phishingmails?

„Sehr geehrter Kunde“ …. mit dieser Anrede beginnen die meisten Phishing-E-Mails. Die E-Mail selbst und das ist das Gefährliche, macht auf den ersten Blick einen seriösen und vertrauensvollen Eindruck. Denn das Logo des Unternehmens bzw. der Bank wird angezeigt, die Absenderadresse enthalten den Firmen- oder Banknamen und auch das Layout (Farbe etc.) trügen zunächst nicht.  Sie werden nun darauf hingewiesen, dass es entweder Probleme mit Ihrem Account gibt oder es verdächtige Aktionen gab und dass die Sicherheitslücke geprüft werden muss. Sie werden meistens dazu aufgefordert, Ihre Zugangsdaten durch Anklicken eines Links zu überprüfen. So gelangen Sie auf eine infizierte Webseite, wodurch Malware auf den Computer des Internetnutzers installiert wird.

Phishing-Mails enthalten oftmals:

  • eine gefälschte Absenderadresse;
  • eine unpersönliche Anrede;
  • eine Abfrage von Daten;
  • einen Link zu einer gefälschten Webseite;
  • einen vorgetäuschten dringenden Handlungsbedarf;
  • sprachliche Ungenauigkeiten, wie Rechtschreibfehler oder Zeichenfehler und/oder 
  • einen infizierten Anhang.

Schützen Sie sich und Ihre Daten durch einen aufmerksamen Umgang mit diesen Mails. Denn Ihre Bank, Ihr Internetdienstleister, PayPal oder andere würden Ihnen niemals eine E-Mail schreiben und Zugangsdaten abfragen. Leider können auch nur wenige E-Mail-Filter einiger Antivirenprogramme solche Phishing-E-Mails unter günstigen Umständen erkennen und eliminieren. Die meisten E-Mail-Anbieter verwenden einen sogenannten Spamfilter. 

Was können Sie tun, wenn Ihnen ein Schaden entstanden ist?

Sollten sich unbekannte Dritte durch eine Phishing-Mail tatsächlich Zugang zu Ihrem Bankkonto verschafft und Geldsummen an sich selbst oder Mittelsmänner überwiesen haben, können Sie gegebenenfalls Ansprüche auf Rückzahlung des Betrages von Ihrer Bank beanspruchen. Dies bedarf jedoch einer eingehenden anwaltlichen Prüfung des Einzelfalls. Denn als Betroffener ist es Ihre Aufgabe nachzuweisen, dass Sie tatsächlich Opfer der Phishing-Betrüger wurden. Zudem haben Sie auch als Nutzer von Onlinebanking diverse Sorgfaltspflichten, wie z.B. die Verwendung von Anti-Virenprogrammen, keine Weitergabe von Passwörtern, etc. 

Wir versenden keine E-Mails ohne Anrede und Grußformel. Außerdem versenden wir ausschließlich über unsere E-Mail-Accounts der GILMOUR-Rechtsanwälte. 

+++ Bitte seien Sie Achtsam +++

Kategorie:Allgemein
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